Supply Chain Management und Advanced Planning

Unter Supply Chain Management versteht man die Bemühungen von Unternehmen, alle Prozesse in der Wertschöpfungskette "von den Lieferanten der Lieferanten bis zu den Abnehmern der Abnehmer" systematisch zu planen und zu kontrollieren. Betrachtungsgegenstand ist der Material- und Produktfluß in einem logistischen Netzwerk, das aus Knoten (Lieferanten, Produzenten, Händler, Abnehmer) und Verbindungen zwischen den Knoten besteht.

Eng verwandt mit dem Supply Chain Management ist der Begriff der Supply Chain Optimierung. Hier geht es um das auf quantitativen Entscheidungsmodellen basierende Lösen von Entscheidungsproblemen im gesamten Bereich der Wertschöpfungskette. Umgesetzt wird die Optimierung mit Hilfe von Advanced Planning Systemen. Advanced Planning Systeme (APS) sind Softwaresysteme, die den Planer mit Hilfe von modellgestützten Ansätzen (Methoden des Operations Research) bei der Lösung von Planungsproblemen im Bereichen der Produktion und der Logistik, vor allem im Supply Chain Management, unterstützen.

APS grenzen sich von der transaktionsorientierten PPS- bzw. ERP-Systemen dadurch ab, daß sie auf der Grundlage von mathematischen Optimierungsmodellen, z.B. Modellen der linearen Optimierung, aufgrund von aktuellen Planungsdaten konkrete Pläne erzeugen. Dabei wird angestrebt, alle geltenden Restriktionen (constraints) einzuhalten, also zulässige bzw. machbare Pläne zu erzeugen.

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Literatur

Tempelmeier, H. (2015). Supply Chain Management und Produktion. 4. Aufl., Norderstedt: Books on Demand.
Tempelmeier, H. (2015). Bestandsmanagement in Supply Chains. 5. Aufl., Norderstedt: Books on Demand.
Günther, H.-O. und Tempelmeier, H. (2016). Produktion und Logistik - Supply Chain and Operations Management. 12. Aufl., Norderstedt: Books on Demand.